7. Karlsruher Literaturtage 2019

Beliebte Literaturtage mit klarer Botschaft an Karlsruhe


Über 3.000 Literaturinteressierte haben in den vergangenen zwei Wochen an nahezu 30 Leseorten über 40 Literaturformate besucht. Mit der Abschlussveranstaltung von Rafik Schami im Konzerthaus gingen am Montag, 14.10., die Literaturtage Karlsruhe 2019 zu Ende.

Bereits zum siebten Mal wurde das wichtigste Literaturforum der Stadt, an dem zahlreiche Karlsruher Institutionen und Initiativen, Autorinnen und Autoren beteiligt sind, mit großem Erfolg von der Literarischen Gesellschaft organisiert. Die Veranstalter zogen ein positives Fazit: „Das Konzept der Literaturtage, mit zum Teil besonderen Literaturkonzepten und ungewöhnlichen Veranstaltungsorten ein interessiertes Publikum für die Literatur in und aus Karlsruhe zu gewinnen und begeistern, ist voll und ganz aufgegangen“, so Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Vorstandvorsitzender der Literarischen Gesellschaft und zusammen mit Matthias Walz Koordinator der Literaturtage. „Die Karlsruher Literaturszene ist vielfältig und von außergewöhnlicher Qualität. Und die Beliebtheit der Veranstaltungen bestärkt uns darin, die gute Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern auch in den nächsten Jahren fortzusetzen.“

7. Karlsruher Literaturtage
vom 06. bis 14. Oktober 2019


Die Karlsruher Literaturszene lebt, sie wächst und wird von Jahr zu Jahr interessanter und vielfältiger. Dies zeigt sich eindrucksvoll in den Karlsruher Literaturtagen, die in diesem Jahr in die siebte Runde gehen und von der Literarischen Gesellschaft seit Beginn initiiert und organisiert werden. Am Sonntag, den 6.10. werden die Literaturtage im Großen Haus des Badischen Staatstheaters eröffnet: Dann heißt es wieder „Dead and Alive“, „tote“ Dichter treffen auf junge Poetry SlamerInnen, ein Format, das wieder Entdeckungen erwarten und Geschichte und Gegenwart der Literatur kurzweilig aufeinandertreffen lässt.

Neue Orte können für die Literatur entdeckt werden, im „Vorprogramm“ liest der Büchner-Preisträger Jan Wagner, dem 2001 der Karlsruher Hermann Hesse Förderpreis verliehen wurde, im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört: Natur und Literatur, ein aktuelles Thema, an einem Ort, der auf die Architektur des Bauhauses verweist, das vor 100 Jahren in Weimar gegründet wurde. Daran wollen wir erinnern. Alle literarischen Gattungen sind während der Literaturtage vertreten: Prosa, Lyrik, Theater, Kriminalroman, Poetry Slam – auch in Mundart. Vorgestellt werden neue Texte der AutorInnen, die sich fast schon traditionell an den Literaturtagen präsentieren, darunter Wolfgang Burger, Eva Klingler und Volker Kaminski mit Buchpremieren, sowie zahlreiche „neue“ Stimmen und Texte der Karlsruher Literaturgruppen und Einzellesungen. Dank an alle! Reden über Literatur, auch das ein wichtiger Programmpunkt: Wie steht es aktuell um den Buchmarkt im Zeitalter der medialen Transformation? Wie entstehen Texte? Markus Orths präsentiert einen Ausschnitt aus seinen Bamberger „Poetik-Vorlesungen“ und Stefan Weidner seine neue Publikation in der neu gegründeten Edition Converso „1001 Buch. Die Literatur des Orients.“ „Lesung SÜD“ – ein Jubiläum ist zu feiern! Zehn Jahre veranstaltet die Literarische Gesellschaft in Kooperation mit dem KOHI am Werderplatz Lesungen: am 7.10. „Wortakrobatik“ mit Bas Böttcher. Zum Abschluss der Literaturtage liest Rafik Schami, dem 1994 der Karlsruher Hermann Hesse Literaturpreis verliehen wurde.

Wir danken allen Beteiligten, der Arbeitsgruppe „Literaturtage“, den Karlsruher Unternehmen und dem Kulturbüro Karlsruhe, namentlich Dr. Rolf Fath, für die Unterstützung.

Hansgeorg Schmidt-Bergmann & Matthias Walz